Die Rückkehr der Straßenbahn
Vor knapp einem Jahrhundert fuhr eine Straßenbahn zwischen Dornbirn und Lustenau, die allerdings wieder verschwand. Heute erstickt das Vorarlberger Rheintal zusehends im Verkehr. Eine Herausforderung, die seit Jahren nach einer echten Entlastung verlangt. Immer wieder rückt dabei ein visionäres Konzept in den Fokus, eine Ringstraßenbahn im unteren Rheintal. Sie soll nicht nur die chronisch überlasteten Straßen vom Stau befreien, sondern die dicht besiedelten Gemeinden für zehntausende Menschen völlig neu und effizient miteinander vernetzen. Im folgenden Text mehr lesen oder mit klicken direkt zum Bildvergleich springen.
Konzept
Eine moderne Straßenbahn bietet gegenüber dem aktuellen Bussystem deutliche Vorteile für die Fahrgäste. Sie punktet mit Barrierefreiheit und deutlich mehr Platz, wodurch auch Fahrräder oder Kinderwagen problemlos mitgenommen werden können. Um ein solches Jahrhundertprojekt baulich umzusetzen, soll nicht das gesamte Rheintal auf einmal zur Baustelle werden. Das Konzept sieht stattdessen eine clevere, schrittweise Realisierung vor, die sich in drei zentrale Baubereiche beziehungsweise Linien gliedert:

Wie auf der Konzeptkarte zu sehen ist, soll die Linie A die Orte Bregenz und Höchst verbinden, während die Linie B zwischen Dornbirn und Bregenz verlaufen soll und die Linie C die Strecke von Höchst über Lustenau nach Dornbirn abdecken soll.
Aktueller Planungsstand
Als Startschuss für das neue Schienennetz ist die Umsetzung der ersten Etappe vom Höchster Kirchplatz über Lustenau bis zum Dornbirner Bahnhof angedacht. Wenn diese Vision Realität wird, könnten die Bahnen künftig eine echte, staufreie Alternative bieten. Bis die erste Bahn rollt, sind allerdings noch detaillierte Machbarkeitsstudien und Planungsverfahren notwendig. Sobald ein finaler Baubeschluss vorliegt, rechnet man mit einer Realisierungsdauer von etwa acht bis zehn Jahren.
Ein Blick in die Zukunft
Der Bahnhof Bregenz heute und wie er in Zukunft mit einer Straßenbahn aussehen könnte:
