Montafonerbahn Verlängerung

Schiene statt Stau im Tal

Seit dem Jahr 1905 endet die Montafonerbahn am Bahnhof in Schruns. Was damals eine Pionierleistung war, stößt heute an seine Grenzen. Wer weiter ins Tal nach St. Gallenkirch oder Gaschurn möchte, muss auf den Bus oder das eigene Auto umsteigen. Besonders in der Wintersaison führt dies auf der L188 regelmäßig zu massiven Verkehrsüberlastungen. Mit der geplanten Verlängerung soll die Schiene wieder zur Hauptader des Tals werden und die Mobilität im Montafon nachhaltig entlasten.

Die Idee ist nicht neu

Das Projekt greift eine Strecke aus der Vergangenheit wieder auf. Zwischen 1928 und 1962 erschloss die einstige Illwerke-Bahn als schmalspurige Materialbahn das hintere Tal von Schruns bis nach Partenen. Während diese damals primär dem Kraftwerksbau diente, soll die neue Verlängerung als moderne Personenverbindung die großen Tourismuszentren und Wohnorte direkt an das internationale Bahnnetz anbinden.

Konzept
Die Vision sieht vor, die bestehende Strecke von Schruns aus tief ins Tal zu verlängern. Um den historischen Ortskern von Schruns nicht durch oberirdische Gleise zu zerschneiden, soll die Bahn das Dorf bevorzugt in einem Tunnel unterqueren. Von dort aus führt die Trasse entlang der Ill bis nach Gaschurn-Versettla, mit der Möglichkeit sie bis nach Partenen zu verlängern.