Eine strategische Jahrhundertvision
Die Realisierung eines Arlberg-Basistunnels ist ein langfristiges Vorhaben für den Schienenverkehr in Westösterreich. Da die bestehende Gebirgsstrecke zwischen Vorarlberg und Tirol ein Nadelöhr darstellt, hat das Land Vorarlberg den Projektwunsch für eine Flachbahnlösung offiziell in Wien deponiert. Ziel dieser Vision ist es, die Verbindung zwischen Vorarlberg und dem Rest Österreichs zu beschleunigen und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Konzept und Potenziale
Der Bau eines zweigleisigen Basistunnels zwischen Bludenz und Landeck würde zu einer deutlichen Verkürzung der Reisezeiten im Personenverkehr führen. Die Zeitersparnis wird auf 15 bis 30 Minuten geschätzt, neben der Attraktivierung für Reisende bietet das Projekt Möglichkeiten für die Verlagerung des Güterverkehrs. Zudem würden witterungsbedingte Schäden und Ausfälle der Vergangenheit angehören:

Strategisches Zeitfenster und Planung
Obwohl der Tunnel kein Thema für das unmittelbare Zielnetz 2040 ist, wird das Projekt bereits jetzt ins Spiel gebracht, um ein strategisches Zeitfenster zu nutzen. Da große österreichische Tunnelbauvorhaben wie der Brennerbasistunnel in den nächsten Jahren abgeschlossen werden, benötigt die Bauindustrie neue Anschlussprojekte. Vorarlberg bringt sich daher frühzeitig in Stellung, um bei der Verteilung zukünftiger Gelder berücksichtigt zu werden. Derzeit befindet sich das Vorhaben in einer frühen Lobbyingphase, weshalb noch nichts konkret feststeht.
Ein Blick in die Zukunft
Der Bahnhof Braz in der Gegenwart und eine fiktive Darstellung der Tunnelzukunft:
