Dreiländereck

Das Nadelöhr am Bodensee

Im Bereich Bregenz trifft Verkehr aus verschiedenen Richtungen aufeinander. Für Reisende zwischen Deutschland und der Schweiz ist der kurze Abschnitt in Österreich nur ein kleiner Teil der Reise, sie wollen möglichst verspätungsfrei passieren. Güterzüge müssen sich die Gleise mit dem Personenverkehr teilen, um vom und zum Güterterminal Wolfurt zu kommen. Mittlerweile gibt es verschiedene Verbesserungsansätze. Im folgenden Text mehr zum mehrgleisigen Ausbau, der Unterflurtrasse oder dem Gütertunnel durch den Pfänder lesen oder direkt zum Bildvergleich springen.

Mehrgleisiger Ausbau

Das Schienennetz rund um Bregenz ist aktuell ein Nadelöhr. Eingleisige Abschnitte machen den Fahrplan anfällig für Kettenreaktionen bei Verspätungen. Um einen stabilen Verkehr zu garantieren, müssen diese Engpässe beseitigt werden.

Konkret sollen die eingleisigen Lücken zwischen Lochau und Bregenz sowie Hard-Fußach und der Schweiz geschlossen werden. Ein zusätzliches drittes Gleis bei Wolfurt sorgt zudem dafür, dass sich Güter- und Personenverkehr nicht mehr gegenseitig behindern.

Zweigleisige Ausbauten in die Schweiz kommen sicher. Auch die Entlastung der Hauptstrecke durch ein drittes Gleis bei Wolfurt ist ein Projekt, das auf jeden Fall umgesetzt wird.

Unterflurtrasse

In Bregenz trennen die Bahngleise das Stadtzentrum vom Seeufer. Um diese Barriere aufzuheben, sollen die Schienen ab dem Bereich Wolfurt/Lauterach bis nach Lochau unter die Erde verlegt werden, die oberirdischen Gleise und Bahnsteige würden verschwinden. So wächst die Stadt zum See hin, während die Züge unsichtbar darunter durchfahren.

Die Unterflurtrasse ist unabhängig von einem ebenfalls geplanten Neubau des Bahnhofs Bregenz, die Bahnsteige wären ohnehin nur ein verschwindend kleiner Teil der künftigen Verbauung aus Wohnungen und Geschäften.

Gütertunnel durch den Pfänder

Parallel zum Pfänderstrassentunnel könnte ein eingleisiger Eisenbahntunnel für den Güterverkehr gebaut werden. Der Transitverkehr würde so vom Seeufer getrennt. Güterzüge sollen künftig gar nicht mehr durch das Stadtgebiet rollen müssen, es entstünde auf den bestehenden Gleisen der notwendige Platz für einen dichten Takt im Personenverkehr. So hätte der Verkehr in Richtung Deutschland eine Ausweichmöglichkeit.

Diese Umfahrung von Bregenz hat gute Chancen zeitnah umgesetzt zu werden. Die Eingleisigkeit reicht für den Güterverkehr aus.


Ein Blick in die Zukunft

Wie Lochau in der Gegenwart aussieht und wie es mit einer Unterflurtrasse in Zukunft aussehen könnte:

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